Rückblick: 2. bis 4. März 2009
Am Montag nach dem Morgestraich habe ich wegen der anstrengenden vergangenen Tage bis halb fünf geschlafen (nachmittags). Es sollte sich herausstellen, dass das keine besonders gute Idee gewesen ist, weil mein Schlafrhythmus seitdem fundamental aus dem Gleichgewicht geraten ist und es mir schon davor graut, in der nächsten Woche wieder in die Uni gehen zu müssen.
Am Dienstag habe ich kaum etwas geschafft und mich andauernd darüber geärgert. Abends kamen dann Annika und Pia zum Abendbrot vorbei: Es gab selbstbelegte Minipizza und Avocadobrote (Ich habe Pia mit meiner ausgezeichneten Avocadocreme zur Avocadistin bekehrt). Annika musste danach los, aber mit Pia hab ich noch schön gemütlich einen Film gesehen (Benjamin Button - nicht zu empfehlen, laaaaaaaaaaangweilig).
Mittwoch haben wir (Lea, Annika, Anne, Pia und ihr Freund, der inzwischen auch für eine Woche in Basel ist: Jan) uns dann getroffen, um endlich noch ein bisschen was von der Fasnacht mitzubekommen. Es war fulminant. Wieder gilt, was ich schon vom Morgestraich berichtet habe: Wer nicht dabei war, kann sich das eigentlich nur sehr schwer vorstellen. Ich werde auch noch mal ein Video posten, um die Imagination vielleicht ein bisschen anzuregen.
Vielleicht zum Verständnis der Basler Fasnacht noch ein paar Informationen vorausgeschickt:
Die Basler Fasnacht ist streng in Aktive und Zuschauer geteilt. Nur die Aktiven verkleiden sich. Alle Aktiven sind in irgendeiner Clique organisiert. Am Montag und am Mittwoch der Fasnacht finden Straßenumzüge (genannt Cortège) der Cliquen mit einem großen Wagen statt. Zu diesem Anlass ziehen sich alle Cliquenmitglieder die gleichen Kostüme an, die zu ihrem diesjährigen Sujet passen. Vom Wagen aus wird Konfetti auf die Zuschauer geworfen und werden Blumen, Orangen und Bonbons verteilt (übrigens schön schweizerisch: Nichts wird einfach wahllos in die Menge geschleudert, sondern bei jedem Wurf wird eine Person im Publikum angezielt oder es wird gleich von Hand zu Hand überreicht, so dass es keine Verschwendung gibt.) Verschwenderisch umgegangen wird hingegen mit dem Räppli (Konfetti): Als Zuschauer muss man stets auf der Hut sein, dass man nicht von einem Fasnächtler mit Räppli überhäuft oder gar „ausgestopft“ (grosse Mengen Konfetti werden unter die Kleidung befördet) wird. Es ist ungeschriebene Regel, dass aktiven Fasnächtlern (in Kostüm und Larve) keine Räppli angeworfen werden. Ein beliebtes Ziel sind allerdings Zuschauer, die keine Plakette tragen.
auch in die Schweiz kam und dann in Bayern von Finnen erschossen wurde?!
Ein Küchensieb voller Räppli wird über jemandem ausgeleert.
dieses Fasnacht eine sehr dominante Farbe
Kanonenrohre, aus denen Räppli geschossen werden.
manche Räppli-Alleen richtig schön gerochen und geklebt haben ..
was mit Kritik am Überwachungsstaat zu tun gehabt haben.
Blumen-Orangen-Bonbon-Transport-Gerät umfunktioniert.
besonders häßliche Waldschraate darstellen.
Das sind do viele Bilder, da kann man eine Ahnung davon bekommen, wie und was da los war. Nach solch einer Woche braucht man wirklich ein Jahr, um dann nächstes Jahr wieder Kraft und Lust zu all denem hat.
AntwortenLöschenIch kann mir nur vorstellen, was da für ein "Lärm" war, wenn da vielleicht verschiedene Gruppen auf ihren Instrumenten spielten.
Oder wie war die "Stimmen"-welt während dieser Tage?