Dienstag, 12. Mai 2009

Mit Pipuschka in Bern

Am Freitag, den 8. Mai 2009, hat mich Pia um 12 Uhr von der Uni abgeholt und wir haben uns auf den Weg nach Bern, in die Schweizer Bundeshauptstadt, gemacht. Die Zugfahrt war idyllisch trotz des Fischöls in meinem Saft.

In Bern angekommen lautete die erste Besichtigungsstation: Bundesterrasse. Wir beiden Flachländer konnten uns an dem wunderschönen Bergpanorama gar nicht sattsehen und haben lange einfach nur schweigend und andächtig vor diesem Ausblick verbracht.

Und natürlich haben wir diesen Moment besonders genossen, weil wir zu zweit da waren. Wir stehen nämlich mittlerweile auf dem Standpunkt, dass man romantische Momente auch mit Freunden genießen sollte! Oder mit Quasi-Ehepartnern.
Wenn man vom Berner Hauptbahnhof zum Bärengraben läuft, kommt man durch die Gerechtigkeitsgasse (schöner Name, oder?) und dort hat es überall von der Straße aus erreichbare Keller, die als Ladengeschäfte oder Kneipen dienen. Pia demonstriert hier mal das Öffnen einer dieser Kellertüren.

Pia posiert auf dem Brunnenpodest. Das ist eine hübsche Fotoserie geworden, aber ich habe hier mal das statuenhafteste Bild ausgewählt. Pia spielt ihre Rolle so überzeugend, dass anfangs niemand etwas davon gemerkt hat, dass sie da oben gar nicht hingehört. Erst als sie die Kamera in die Hand genommen hat, um...

...von oben die Aussicht und mich zu fotographieren, fing die Schulklasse, die in der Nähe stand an zu feixen. "Tja, Herr Lehrer, jetzt kriegen Sie die mal wieder ruhig!" Wir haben uns schnell verdünnisiert...

...und sind durch die bezaubernde Postgasse...

...zur Nydeggbrücke gegangen...

...von wo aus wir die Bläue der Aare bewundert haben. Eine Verkäuferin in einem Laden hat uns auch empfohlen, im Juni oder Juli nochmal nach Bern zu kommen, um in der Aare zu schwimmen, wie es die Berner dann zu tun pflegen. Saubereres Wasser gäbe es wohl kaum!

Anschließend haben wir uns zu unserem eigentlichen Ausflugsziel aufgemacht: dem Paul-Klee-Zentrum. Architektonisch ist es wirklich beeindruckend und eine Reise wert.

Die drei Gebäudeteile schmiegen sich wie Hügel in die Landschaft.

Leider war die Ausstellung etwas enttäuschend. Es hing gar nicht so viel von Paul Klee da, wie ich mir erhofft hatte. Da hatte die Ausstellung in Berlin "Universum Klee" im Winter mehr hergegeben... Aber wir haben die Zeit an diesem schönen Fleckchen in Bern trotzdem genossen.

Und ab und an auch mit dem Wind gekämpft.

Sehr malerische Szene, die Pias romantisches Wesen unterstreicht: Die Comtesse Pia Luisa von Schoof sitzt unter einem blühenden Kastanienbaum und liest. Das hätte mindestens Renoir malen müssen!!
Auch alte Fachwerkhäuser hat es in Bern.

Um vom unteren Teil Berns wieder nach oben zu kommen, kann man einen gläsernen Aufzug benutzen, der einem die Höhen, zwischen denen man in Bern zu pendeln hat, ziemlich klar vor Augen führt. Pia hat vor Schreck alles im Fahrstuhl stehen und liegen gelassen, als wir oben waren, um nur schnell dieses "Höhenmonster" verlassen zu können, aber der Fahrstuhlchauffeur, ein richtiger Berner, war sehr zuvorkommend zu den flachländischen Touristenmädchen.

Oben erwartete einen dann immerhin diese Aussicht, die für die "Strapaze" entschädigte.

Langsam hungrig geworden lud mich Pipuschka liebenswerterweise auf ein kleines Currygericht ein...

...das wir wie Susi und Strolch zu uns nahmen.

Wer in Bern ist, darf sich auf keinen Fall die Zytglogge entgehen lassen, ein mittelalterlicher Wehrturm mit berühmter astronomischer Spieluhr.

Pia hat bei Migros Toppas gefunden und ist selig.

Ein letzter Blick auf die schneebedeckten Berge...

...bevor es mit einem kleinen Umweg...

...über den Spielplatz...

...wieder nach Hause, nach Basel ging. Ich schreibe nach Hause, weil es sich an dem Tag tatsächlich so angefühlt hat. Bern ist eine schöne Stadt, aber mit ihren Bundesgebäuden wirkte sie für uns ein bisschen zu steril und zu glatt, sodass wir froh waren, wieder in unser geliebtes, chaotisches, multikulturelles Basel am nicht ganz so azurblauen Rhein zu kommen. Wie könnte man einen solch herrlichen Tag besser ausklingen lassen als mit Pizza und "FC Venus"? Nora Tschirner und Christian Ulmen - ganz groß.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen