Mittwoch, 6. Mai 2009

Ausflug nach Frick

Am Sonntag, den 26. April 2009, haben wir dann eine Wanderung auf dem Höhenwanderweg im Fricktal, Kanton Aargau, gemacht. Pia hatte die Tour rausgesucht und damit goldrichtig gelegen. Dagg 's megafein gsii! Das Wetter war famos, fast ein bisschen zu heiß (ENDE APRIL! 25 GRAD!!!), wir haben uns alle ziemlich die Pelle verbrannt. Die Apfelblüte hatten wir leider um ungefähr eine Woche verpasst, aber die letzten Nachwehen davon haben den Stadtkindern und dem Waldkind völlig ausgereicht, um selig zu sein.
Idyllischer ist es selten: Obstbäume, Blumenwiese,
grüne Hügel, Pia mit Wanderucksack.

Natürlich darf die Kuh auf dem Berg nicht fehlen, leider trägt sie
keine Glocke. Hätte für das optimale Schweizklischee noch gefehlt.

Aber Ausblick gab es jede Menge. Der lässt sich am
besten bei selbstgeschmierten Stullen genießen.

Und was wäre ein Ausflug in die Schweizer Natur ohne die obligatorischen Bunker? So freizügig wie dieses Exemplar hier sind aber die wenigsten anzutreffen. Viele sind als Scheunen oder Schuppen getarnt. Man munkelt sogar, dass die Schweiz eines der meist unterbunkertsten Länder der Welt ist...

Annika ist ein Vamp, hier ist der Beweis.

Von einer alten Burgruine aus...
...hatte man diesen wunderschönen Ausblick. Wir haben auf dieser Wanderung übrigens die Schweizer Kulturtechnik des richtigen Grüßens gelernt: Wer an rastenden Wanderern vorbeiläuft, grüßt zuerst; rastet man selbst, so wird man von den anderen zuerst mit einem "Gruezi" bedacht.

Übrigens hat uns die Beschilderung des Wanderweges schier verrückt gemacht. Die Zeitangaben schienen zuzunehmen: Manchmal ist komisch... Jedenfalls haben wir es, wie man sieht auf 731m geschafft. Im Vergleich zu Basel immerhin ein Höhenunterschied von einem halben Kilometer!

Der spaßigste Abschnitt der Wanderung begann übrigens als wir an einer Bushaltestelle diesen Linienplan gefunden haben und feststellen durften, dass es einen Ort gibt, der "Mumpf" heißt. Und als wäre das nicht schon erfreulich genug, haben wir auch gleich daneben noch "Obermumpf" entdeckt. Ist das nicht rischtisch geil?? Wir haben ungelogen eine Stunde am Stück gelacht!! Mit diesem witzigsten aller Ortnamen kann man nämlich vorzüglichen Unfug treiben:
"Ej, mumpf mal nicht so rum."
"Das find ich echt voll abgemumpft."
"Der Typ ist so ein richtiger Obermumpf."
"Mit der Aktion bist Du heute aber der Mumpf of the Day!"
"Manchmal bin ich echt ein oberhorstiger Obermumpf..."

Und so weiter. Ich hoffe, Ihr findet das auch so lustig wie wir. Bisher hat leider nur jeder 7., dem wir davon erzählt haben, einen Lachkrampf bekommen. Tja, mein Humor ist so flach, der passt bequem unter jeder Tür durch...

Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen, dass alles vorbei und zu spät war, als Pia dann auch noch eine Kokosnuss auf freiem Feld gefunden hat...

Wir hatten uns ja schon um 11 Uhr getroffen und waren erst um 18:30 Uhr wieder zu Hause. So ein Wandertag macht müde. Anni schläft hier schon mal im Bushaltestellenhäuschen etwas vor.

Ich verabschiede mich mit einem kräftigen "Mumpf frei"!

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